Themen: Wirtschaft

Mercedes mitten im Abgas-Sumpf

| 09.01.2022 | Wirtschaft

Mercedes ruft aktuell weltweit 848.517 Autos der Baujahre 2017 bis 2021  (C-E-G-S Klassen, CLS, GLC, GLE, GLS) wegen möglicher Brandgefahr zurück. Eine rasche Information der Kunden und eine rasche Reparatur sind auch von der österreichischen Regierung sicherzustellen. Ebenso zu prüfen ist, ob die aktuellen Rückrufe möglicherweise mit Fehlern oder  Abgasmanipulationen erfolgen. Immerhin soll  laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) ein fehlerhaftes elektrisches Umschaltventil der Abgasrückführung ausgetauscht und ein Software-Update durchgeführt werden. Immerhin musste Mercedes allein im abgelaufenen Jahr weltweit zusätzlich 720.000 Autos wegen illegaler Abschalteinrichtungen zwangsweise zurückrufen, insgesamt sind es bisher 1,4 Millionen! Vor deutschen Oberlandesgerichten wurde der Konzern wegen Abgasmanipulation bereits rechtskräftig verurteilt, eine Musterfeststellungsklage ist dort im Laufen. Kein Zufall, dass der österreichische Verbraucherschutzverein (VSV) jetzt auch österreichischen Käufern von Mercedes  Dieslern der Klassen  A, B, C, E, S und V sowie GLC, GLE,GLK, GLE, SKL, CLS, Sprinter und Klein-LKWs wie Vito/Viano  aus den Modelljahren 2008 bis 2018 erfolgversprechende Chancen bietet, in Deutschland risiko- und kostenlos zu klagen (www.verbraucherschutzverein.eu) (Fortsetzung).

Dr. Axel Friedrich, EKI, DUH

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VSV: 200.000 Österreicher können klagen

| 03.01.2022 | Wirtschaft

Mit einer neuen Sammelaktion bietet der Verbraucherschutzverein (VSV) über 200.000 österreichischen Besitzern von Daimler-Mercedes, VW und großen Audis die Chance, risiko- und kostenlos in Deutschland zu klagen. (Fortsetzung)

Peter Kolba, Obmann VSV

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Schikane für erfolgreichen VW Kläger

| 27.12.2021 | Wirtschaft

Ein österreichischer VW-Fahrer hat mit Hilfe des Verbraucherschutzvereins seine Klage gegen VW zwar gewonnen. Das Landgericht in Braunschweig spricht ihm aber vergleichsweise weniger Schadenersatz zu. Die abstruse Begründung: der Tiroler ist seit Einreichung der Klage zu wenige Kilometer gefahren. Daher brummt ihm die Richterin ein höheres Nutzungsentgelt  auf. (Fortsetzung)

Siegreicher Kläger gegen Audi

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Hälfte der Lkw mit zuviel Stickoxid

| 09.11.2021 | Wirtschaft

Jeder zweite moderne LKW der Abgasklassen Euro 5 und Euro 6 stößt viel mehr gesundheitsschädliches Abgas (Stickoxid) aus als gesetzlich erlaubt. Das zeigte die deutsche Umwelthilfe (DUH) anhand umfangreicher Messungen auf, die unter Aufsicht von Dr. Axel Friedrich in 5 EU-Staaten (auch in Österreich) durchgeführt wurden. DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch forderte Regierung und Behörden auf, die realen Emissionen gefährlicher Luftschadstoffe endlich zu überwachen und für den Schutz der Menschen und der Umwelt zu sorgen. (Fortsetzung)

Dr. Jürgen Resch, Geschäftsführer Deutsche Umwelthilfe

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8 illegale Abschaltungen bei Daimler

| 05.11.2021 | Wirtschaft

Ohne illegale Abschalteinrichtungen funktioniert der E 350 Mercedes Blue-TEC4MATIC (Euro 6, Baujahr 2015) wie am Schnürchen und kann den Abgas-Grenzwert für Stickoxid (NOX) auf der Straße tadellos einhalten. Das beweisen aktuelle Straßentests von Dr. Axel Friedrich für die deutsche Umwelthilfe (DUH). Dasselbe Auto hatte zuvor acht (!!) illegale Abschalteinrichtungen eingebaut gehabt und den NOX-Grenzwert auf der Straße bis zum Siebenfachen (!) überschritten. Dass solche Abschalteinrichtungen zum Schutz des Motors nötig sind, wie von Daimler behauptet, ist daher „ein technischer Unsinn“, dem die Richter hoffentlich nicht mehr glauben, so Dr. Friedrich. DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch forderte in einer Pressekonferenz eine rasche Lösung für 8 bis 10 Millionen Dieselautos und leichte Nutzfahrzeuge, die allein in Deutschland noch immer mit Betrugs-Software und viel zu hohen Abgasen herumfahren. Sie seien nachzurüsten oder zu verschrotten, wobei den Käufern Schadenersatz zustehe. (Fortsetzung)

Dr. Axel Friedrich

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Musterfeststellungsklage gegen Daimler: VSV hilft

| 04.11.2021 | Wirtschaft

Nun ist sie endlich da, die lange angekündigte deutsche Musterfeststellungsklage gegen Mercedes Daimler, bei der es – so wie zuvor bei VW – um Betrugsdiesel geht. “Auch Österreicher können sich daran beteiligen. Der Verbraucherschutzverein (VSV) hilft dabei, dies kosten- und risikofrei mit seinen deutschen Anwalten zu tun”, kündigte der Obmann des Verbraucherschutzvereins Dr. Peter Kolba an. Von der VW-Musterfeststellungsklage waren nicht-deutsche Käufer ausgeschlossen worden. Selbst wenn die Österreicher auch bei dieser Sammelklage leer ausgehen würden, zahlt sich eine Beteiligung aus, rät der erfahrene Verbraucherschützer. (Fortsetzung)

Ninz, Kolba, Eisenriegler vom VSV

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Alles Kurz, nix Kogler

| 07.10.2021 | Wirtschaft

Bei der Steuerreform haben sich auf den ersten Blick die Grünen mit ihren Leitprojekten durchgesetzt: CO2 Preis und Klimaticket. Auf den zweiten Blick zeigt sich dagegen: die Ausbeute für das türkise Klientel ist gut gesichert, die Ernte der Grünen äußerst fraglich. “Alles Kurz, nix Kogler”? Angesichts des schweren Beschuldigungen gegen den Kanzler  ist nicht sicher, ob sich nicht alles dreht in “Alles Kogler, nix Kurz. “(Fortsetzung)

Vergleichen beim Tanken macht Freude

Vergleichen beim Tanken macht Freude

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Dieselskandal legt Lücken offen

| 01.10.2021 | Wirtschaft

Der VW-Dieselskandal sorgt auch im sechsten Jahr für Überraschungen. Er hat fast die ganze Branche erfasst und legt Mängel des Rechtsstaats offen – auch beim Schutz von Verbrauchern, Gesundheit und Umwelt. In meinem “Kommentar der Anderen” für die Tageszeitung “Der Standard” konnte ich sechs markante Entwicklungen näher beschreiben. (Fortsetzung)

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Alle “Thermofenster” sind illegal

| 24.09.2021 | Wirtschaft

Alle “Thermofenster” sind illegal, egal ob sie schon beim Kauf oder erst beim Software-Update eines Autos eingebaut wurden. Die Käufer haben das Recht, den Kaufvertrag rückgängig zu machen, selbst wenn sie diese Autos im Wissen um die Abschalteinrichtung gekauft hätten.  Dies stellte EuGH-Generalanwalt Santos in seinen Schlussanträgen am gestrigen 23. September fest. Dass der Europäische Gerichtshof (EuGH) seinen Antrag übernimmt, ist höchst wahrscheinlich. Den schon im Dezember 2020 hatte der EuGH ein entsprechendes klares Urteil gefasst, hatte dabei allerdings nicht extra den Begriff “Thermofenster” verwendet, der sowieso irreführend ist. Da der Generalanwalt speziell auf die Situation in Deutschland und Österreich eingeht, tun sich für Dieselkäufer in diesen Ländern neue Klagchancen auf, sobald der EuGH zustimmt, was wohl heuer nicht mehr der Fall sein wird. (Fortsetzung)

Manipulierte Autos aus VW Konzern

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VW Dieselskandal: Kein Ende in Sicht

| 18.09.2021 | Wirtschaft

Heute vor sechs Jahren ist der VW Dieselskandal geplatzt. Als Betroffene habe ich diesen größten Skandal in Deutschlands Wirtschaftsgeschichte nach dem zweiten Weltkrieg in diesem Blog minutiös verfolgt. Den aktuellen Stand habe ich in aktuellen Interviews mit News, ORF-Radio-help und in einem Gastkommentar in  der Wiener Zeitung widergegeben. Fazit: Der Abgasskandal umfasst nahezu die ganze Branche. VW behandelt uns österreichischen Kläger wie Kunden zweiter Kasse. Wer nicht klagt, bleibt übrig. Der Rechtsstaat funktioniert zu holprig und es braucht unabhängige Verbraucherschutzorganisationen, die länderübergreifend agieren können und mit rechtlich effizienten Instrumenten ausgestattet sein müssen. (Fortsetzung)

News Faksimile

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