Tag: VW Dieselgate

VW: Höchstgericht beflügelt Kläger

| 05.05.2020 | Wirtschaft

Der deutsche Bundesgerichtshof (BGH) klärte in der heutigen Verhandlung, dass VW seine Kunden sittenwidrig geschädigt und daher Schadenersatz zu leisten habe. Das Urteil der Höchstrichter, das in ein paar Monaten vorliegen wird, beflügelt alle, die VW in Deutschland geklagt haben  oder klagen werden. Darunter auch Österreicher und Südtiroler, die mit Hilfe des Verbraucherschutzvereins (VSV)  dort klagen. Wermutstropfen: VW darf Nutzungsgeld kassieren, das den Schadenersatz mindert. (Fortsetzung)

Peter Kolba und Lydia Ninz, Verbraucherschutzverein

 

 

 

 

 

 

Viereinhalb Jahre hat es gedauert, bis der Dieselskandal die Höchstrichter in Karlsruhe erreichte. Das Urteil des BGH ist Richtschnur für alle Gerichte in Deutschland. Demnach können alle freuen, die Klagen gegen VW laufen haben oder noch einbringen werden. Auch jene 1.100 Kläger aus Österreich und Südtirol, die der VSV zur deutschen Musterfeststellungsklage vermittelt und denen VW kein Vergleichsangebot gemacht hatte, haben jetzt deutlich bessere Karten. Mehr als  600 haben bereits alle Unterlagen geliefert, um zu klagen. „Täglich kommen neue dazu“, so Kolba. Risiko gehen die Kläger keines ein, da ein Prozess-Finanzierer alle Kosten und Risiken übernimmt und dafür 35% als Erfolgsquote behält.

Den Ausgang der heutigen Verhandlungen in Karlsruhe stuft VSV-Obmann Dr. Peter Kolba als „sehr positiv für die geschädigten Autohalter“ ein, wie Kolba gegenüber der Austria Presseagentur (APA) betonte. Spät, aber doch, muss man hinzufügen, denn die meisten Ansprüche sind mittlerweile längst verjährt und auf Zahlungen hoffen können nur jene, die durchgehalten und VW geklagt haben.Bisher habe es in Deutschland kein Höchstgerichtsurteil im Dieselskandal gegeben, Die deutschen VW-Fahrer, wie wegen ihrer manipulierten Autos  vor Gericht gezogen sind, haben alle auf Rückabwicklung geklagt, sie wollen also ihr Fahrzeug zurückgeben und dafür ihr Geld retour. Im Zuge von Vergleichen ist es aber auch möglich, das Auto zu behalten und sich den Schadenersatz in bar auszahlen zu lassen, so Kolba. Daran ändert das BGH-Urteil nichts.

In einem anderen Punkt wurden die Hoffnungen der Konsumentenschützer enttäuscht. Der BGH hält es für gerechtfertigt, dass VW eine Nutzungsentschädigung für die Zeit verrechnen darf, in der der Kläger mit den Betrugsautos Auto gefahren sind.  Dadurch verringern  sich die Schadenersatzzahlungen je mehr Kilometer man gefahren ist. Trostpflaster: für die Zeit zwischen Klage und Urteil muss VW seinem Kunden Zinsen zahlen:  5% des Kaufpreises. So zahlt es sich für VW nicht aus, ein Verfahren künstlich in die Länge zu ziehen.

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Audi-Klagen: Eile tut not

| 31.10.2019 | Wirtschaft

In Deutschland vergeht fast kein Tag ohne ein positives Gerichtsurteil zu Gunsten von Dieselgate-Opfern. Auch österreichische Diesel-Fahrer der Marken Audi (A1 bis A6, Q5,Q7,TT) und Porsche (Cayenne) können diese Gewinn-Chancen nützen und mit Hilfe des Verbraucherschutzvereins (VSV) direkt in Deutschland klagen. Und zwar risiko- und kostenlos (www.klagen-ohne-risiko.at)! Warum man sich beeilen sollte, ist rasch erklärt. (Fortsetzung)

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Hier zum Youtube Video

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VW Skandal: Zündstoff aus USA

| 07.02.2018 | Wirtschaft

6. Februar 2018:  In Stuttgart gib es eine weitere Razzia bei Audi. In den USA liefern die Aufdeckerplattform “ProPublica” und Fortune brisanten Zündstoff über VW Dieselgate. Gestützt auf US-Strafakten, Geständnisse, Aussagen von Zeugen und Staatsanwälten kommt der investigative Journalist  Roger Parloff zu dem Schluss, dass hochrangige Konzern-Manager falsch gehandelt haben. Manche US- Staatsanwälte sähen genug Stoff, um Ex-Konzern-Boss Martin Winterkorn zu klagen. Trotzdem sieht es nicht danach aus, dass Spitzenmanager zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt werden.  Das Dossier zeichnet ein erschreckendes Bild über die Skrupellosigkeit der VW-Konzernmanager gegenüber Kunden und Behörden. (Fortsetzung)

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Dieselgipfel: Legale Tricks beim Update?

| 20.08.2017 | Wirtschaft

Wenn das stimmt, was der Kurier aufdeckt, hat Österreich gute Gründe, bei VW und der deutschen Behörde auf rasche Aufklärung zu drängen – noch vor dem Dieselgipfel. Laut Kurier hat das deutsche Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) dem Wolfsburger Konzern beim Update eines Tiguan ein  “Thermofenster” gestattet. Damit darf die Abgasrückführung (AGR) bei bestimmten Außentemperaturen  weggeschaltet werden, sodass Stickoxid (NOX) ungehindert in die Luft gerät. Falls allen manipulierten VW Fahrzeugen solche Thermofenster gestattet worden wären, hätte das gravierende Auswirkungen für die Umwelt, das Update, deutsche Behörde und Politik. (Fortsetzung)

 

 

Kein Adblue in diesem Auto

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VW Skandal: Mehr Minus als Plus

| 12.12.2015 | Verkehr

Zwischenbilanz des VW Skandals nach fast drei Monaten: Nach vielen Minuspunkten gibt es jetzt auch einige wenige Pluspunkte. Aus Sicht der Autokäufer ist die Ankündigung  positiv,  dass die Typisierung neuer Automodelle künftig  nicht mehr in werkseigenen Prüfständen durchgeführt werden darf, sondern in unabhängigen Prüflabors und  von unabhängigen Experten. Auch dass innerhalb des VW Konzerns führende Köpfe getauscht und weiter ermittelt wird, ist anzuerkennen, vor allem, dass auch externe Ermittler mitmachen. Ein Lichtblick in Österreich ist die bisher größte rechtliche Sammelaktion des VKI mit über 50.000 Interessierten, die weiterhin Sinn macht. (Fortsetzung)

 

 

Tiguan wartet auf Rückruf

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VW Skandal: Basisinfos fehlen

| 09.12.2015 | Verkehr

Die Situation knapp drei Monate nach Auffliegen der Stickoxid-Manipulationen von VW in Österreich: keinerlei Information über das Ausmaß der Manipulation und keine finale Freigabe des deutschen Kraftfahrt-Bundesamtes BKA für die von VW vorgeschlagenen technischen Lösungen. Dafür wirbt der VW Konzern mit einem Bonus von „bis zu 3.000 Euro“ für den Kauf eines Neuwagens. Doch wie sollen Betroffene richtig entscheiden, wenn sie keine Basisinfos erhalten können? (Fortsetzung)

 

 

Was kommt da raus?

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VW Dieselgate: Noch keine Freigabe

| 01.12.2015 | Verkehr

In einem aktuellen Statement auf seiner Website bestätigt der deutsche Verkehrsminister Alexander Dobrindt, dass die von VW vorgeschlagenen technischen Lösungen vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBW) noch nicht endgültig freigegeben worden sind. (Fortsetzung)

 

 

Tiguan betroffen

Tiguan betroffen

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