VW Skandal: Warten auf..

| 18.03.2016 | Wirtschaft

Es stellt sich also die Frage, woran es hakt: gibt es die angekündigte technische Lösung überhaupt? Ist das Software-Upgrade doch nicht so leicht zu bewerkstelligen, wie es in der Öffentlichkeit kommuniziert wurde? Hat VW den Mund zu voll genommen? Oder ist die von VW vorgeschlagene Lösung den Flensburger Behörden nicht gut genug? Fragen über Fragen.
Inzwischen fährt man als VW-Kunde mit einem Fahrzeug herum, dass mehr Stickoxid produziert als angegeben. Unfreiwillig! Der Rückruf verzögert sich, und die Umwelt bleibt auf der Strecke. Eigentlich müsste diese Verzögerung ein Thema für den Umweltminister, den Konsumentenschutzminister, aber auch für Umweltorganisationen und Verbraucherschützer sein.
Gerade in Österreich, wo immerhin 388.000 Fahrzeuge betroffen sind und die Überschreitung der Stickoxide-Emissionen stattfindet ist die Umweltfrage relevant.
Der Wolfsburger Konzern findet es auch nicht der Mühe wert, Öffentlichkeit und Kunden über die absehbare Verzögerung zu informieren. Das trägt jedenfalls nicht dazu, Vertrauen zu schaffen. Aber vielleicht kommt das noch – zusammen mit dem Osterhasen.
Inzwischen bringen sich Anwälte weltweit gegen VW in Stellung. Immer stärker sind es die Aktionäre des Konzerns, die sich mit rechtlichen Mitteln gegen die Wolfsburger in Stellung bringen. Aus den USA mehren sich die Berichte, wonach VW auch nach dem Auffliegen des Betrugs versucht haben soll, Beweismaterial zu vernichten. Natürlich gilt dafür – wie immer – die Unschuldsvermutung.

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