Austria goes Silicon Valley: Thomas Pamminger, Gründer Wollzelle (3)

| 04.12.2014 | Reise

Die Wollzelle GmbH ist spezialisiert auf  interaktive Systeme. Die Firma produziert interaktive Websites mit allen möglichen Apps und mobilen Anwendungen. Wollzelle gestaltet auch Points of Sale für nationale und internationale Kunden, beispielsweise für das Luxuslabel Gucci.

Oft müssen riesige Datenmengen rund um den Erdball geschickt werden, Videos und Fotos in höchster Qualität. Die ultimative Herausforderung: Die teuren Bilder müssen ihr erstklassiges Niveau in jeder Anwendungsform beibehalten. Werden die edlen Sujets ausgetauscht,  sollen sie weltweit in allen Filialen erhältlich sein – sofort, auf Knopfdruck und in einwandfreier Qualität.

Um dies zu gewährleisten, haben Pamminger und seine Wollzelle vor acht Jahren die Software Fluxium erfunden. Und jetzt  eben „Maiko“. Wie sie tickt, leuchtet sogar technisch nicht Versierten wie mir ein. Pamminger: „Man gibt ihr ein  Foto mit höchster Auflösung und sie baut es um – haargenau passend für alle erdenklichen Anwendungen.“  Seinen Zusatzkommentar spricht er im astreinen deutsch-amerikanischen Sprachmix, dem alle unsere Startups im Silicon Valley verfallen:  „Denn ein Foto reicht nicht für alle devices.“

Thomas Pamminger sucht im Silicon Valley nicht nach der technischen Perfektion für „Maiko“. Die hat der junge Pionier mit seinen Leuten schon in Österreich entwickelt. Er will ihre Attraktivität am Markt testen, und zwar am härtesten aller Märkte. „Mir geht es um customer validation, um Testkunden in Amerika. Wir wollen wissen, ob „Maiko“ die Probleme unserer Kunden löst oder ob sie etwas anderes brauchen“, erklärt er.

Schon in den ersten Wochen seines Aufenthalts in Silicon Valley hat Pamminger gelernt, persönliche Grenzen zu überschreiten: „Du musst hinausgehen, mit Leuten reden und deine Karten offen auf den Tisch legen.“ Nur so komme man an den Puls der Kunden. Daheim im stillen Kämmerlein zu brüten, sei zu wenig.

Auch im Privatleben ist der Jungunternehmer aus Oberösterreich recht innovativ. Via Skype spielt er mit seinem Sohn in Österreich „Verstecken“, damit der Kleine seinen Papi nicht vergisst.

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