Tag: VW Abgasskandal

Alle “Thermofenster” sind illegal

| 24.09.2021 | Wirtschaft

Alle “Thermofenster” sind illegal, egal ob sie schon beim Kauf oder erst beim Software-Update eines Autos eingebaut wurden. Die Käufer haben das Recht, den Kaufvertrag rückgängig zu machen, selbst wenn sie diese Autos im Wissen um die Abschalteinrichtung gekauft hätten.  Dies stellte EuGH-Generalanwalt Santos in seinen Schlussanträgen am gestrigen 23. September fest. Dass der Europäische Gerichtshof (EuGH) seinen Antrag übernimmt, ist höchst wahrscheinlich. Den schon im Dezember 2020 hatte der EuGH ein entsprechendes klares Urteil gefasst, hatte dabei allerdings nicht extra den Begriff “Thermofenster” verwendet, der sowieso irreführend ist. Da der Generalanwalt speziell auf die Situation in Deutschland und Österreich eingeht, tun sich für Dieselkäufer in diesen Ländern neue Klagchancen auf, sobald der EuGH zustimmt, was wohl heuer nicht mehr der Fall sein wird. (Fortsetzung)

Manipulierte Autos aus VW Konzern

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VW legt sich nach verlorenen Urteilen quer

| 11.09.2021 | Wirtschaft

 Statt nach verlorenen Gerichtsurteilen zu zahlen, geht der VW-Konzern neuerdings in Berufung, kritisiert der Verbraucherschutzverein (VSV). „Dies, obwohl diese Fälle rechtlich glasklar sind und eine Berufung völlig aussichtslos ist“, erläutert VSV-Obmann Dr. Peter Kolba, anhand zweier aktueller Fälle. (Fortsetzung)

Peter Kolba, Obmann VSV

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BGH-Turbo für Daimler-Sammelklage

| 16.08.2021 | Wirtschaft

Rechtzeitig vor Start der deutschen Musterfeststellungsklage gegen Daimler-Mercedes im September hat der deutsche Bundesgerichtshof (BGH) die Position der Kläger gestärkt. “Dies nützt auch allen Österreichern, die sich daran beteiligen“, informiert der Obmann des Verbraucherschutzvereins (VSV) Dr. Peter Kolba. „Wir sammeln jetzt schon Interessenten aus Österreich, unter www.klagen-ohne-risiko.at . (Fortsetzung)

Peter Kolba, Obmann VSV

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Staaten kassieren, Geschädigte verlieren

| 22.07.2021 | Wirtschaft

Der Diesel-Abgasskandal treibt immer wildere Blüten. Nicht genug damit, dass es über fünf Jahre gedauert hat, bis in Europa Geschädigte vom VW-Konzern überhaupt Schadenersatz bekommen haben.  Eh nur diejenigen, die sich gewehrt haben. Richtig krass wird’s, wenn man vergleicht, welch mickrige Zahlungen an die Geschädigten erfolgt sind und wo die Milliarden an Bußgeldern gelandet sind, die sogar in Europa von den Autokonzernen gezahlt werden mussten. (Fortsetzung)

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Kartellstrafen: Vorspiel zum Betrug

| 12.07.2021 | Wirtschaft

Mit dem Vergleich der EU-Kartellkommissärin Margarethe Vestager ist es nun amtlich : die drei deutschen Autobauer VW (mit Audi und Porsche), BMW und Daimler-Mercedes geben zu, sich über zu kleine AdBlue-Tanks für die Abgasreinigung abgesprochen zu haben. VW akzeptiert daher eine Geldstrafe von 502 Millionen Euro, BMW ein Bußgeld von 373 Millionen und Daimler-Mercedes kommt als Kronzeuge straflos davon. Dieser Deal liefert zwar nicht die berühmte rauchende Pistole für einen etwaigen Abgasbetrug, aber sehr spannende Hinweise. Bewusst zu knapp gehaltene Tanks sind jedenfalls als Vorspiel zu einem möglichen Betrug zu werten und systematische Absprachen geschehen kaum ohne Wissen der Konzernlenker.(Fortsetzung)

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VW-Klagen: VSV und Bonn gewinnen

| 23.06.2021 | Wirtschaft

Die Stadt Bonn hat geklagt und von VW für 27 Betrugsdiesel 470.000 Euro erstritten, also 17.400 Euro pro Aut0. „Das Beispiel Bonn und unsere eigenen Erfolge vor deutschen Gerichten zeigen, dass sich Klagen auszahlen“, stellt Dr. Peter Kolba, Obmann des Verbraucherschutzvereins (VSV) fest. Nach dem ersten erfolgreichen Fall eines Burgenländers in letzter Woche, konnte der VSV in weiteren fünf Fällen Urteile am Landgericht Braunschweig gegen VW gewinnen, rund 500 Verfahren für Geschädigte aus Österreich und Südtirol sind anhängig. (Fortsetzung)

Dr. Peter Kolba, VSV

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VW-Justiz:”Unakzeptable Verzögerungstaktik”

| 21.06.2021 | Wirtschaft

Während der Verbraucherschutzverein (VSV) eine erste Klage gegen VW in Deutschland erfolgreich beenden konnte, sind die VKI Sammelklagen gegen VW in Österreich ins Stocken geraten. 9 der 16 Sammelklagen sind unterbrochen, für  5 gibt es keine Verhandlungstermine, nur in Wien (Handelsgericht) und Leoben wird verhandelt. „Diese Verzögerungstaktik der Justiz ist völlig unakzeptabel. Schließlich haben sowohl die deutschen Höchstrichter als auch der EuGH zweifelsfrei geklärt, dass genau bei diesen VW Autos mit dem EA 189 Motor illegale Abschalteinrichtungen eingebaut sind“, kritisiert Dr. Axel Friedrich. Der deutsche Technik-Doyen hat mit unzähligen Abgas-Messungen maßgeblich zur Aufdeckung des Abgasskandals beigetragen, war zuletzt in Leoben als Zeuge geladen und hat sein Wissen mit Mitarbeitern des VSV und der Rechtsanwaltskanzlei bkp geteilt (hier zum YoutubeVideo) (Fortsetzung)

Dr. Axel Friedrich

 

 

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VSV: Erstes Urteil gegen VW

| 17.06.2021 | Wirtschaft

Es geht also doch.  Ein Burgenländer hat das Verfahren gegen VW vor dem Landgericht Braunschweig gewonnen und für seinen zehn Jahre alten Passat einen Schadenersatz von 9.639,34 Euro erstritten “Das sind 1.500 Euro über dem Marktwert”, freut sich Dr. Peter Kolba vom Verbraucherschutzverein (VSV), der mit Hilfe eines Prozessfinanzieres dieses rechtskräftiges erwirkt hat. Das Pikante: Der nun erfolgreiche Österreicher war – ebenso wie alle Ausländer – von VW vom deutschen Vergleich infolge des Musterfeststellungsverfahren ausgeschlossen worden, sodass eine individuelle Klage notwendig wurde. “Wir gehen davon aus, dass alle anderen 500 anhängigen Verfahren ebenfalls gewonnen werden, da die Sachverhalte weitgehend gleich und das Gericht dasselbe sind“, so Dr. Kolba (Fortsetzung)

Dr. Peter Kolba, VSV

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VW wie Wirecard: Millionen Geschädigte bleiben auf der Strecke

| 25.05.2021 | Wirtschaft

Die hervorragende Doku  über „Wirecard“ lässt erschreckende Ähnlichkeiten mit dem VW Abgasskandal aufkommen. Die Wichtigste: In beiden Fällen bleiben Millionen von Geschädigten auf der Strecke – Autokäufer wie Anleger -, weil alle Kontrollinstanzen total versagten und die Politik wegschaute. Ohne Whistleblower, mutige Aufdecker und unabhängige Verbraucherschützer hätte die Justiz keine Chance gehabt, ein Minimum an Gerechtigkeit herzustellen. Ihre Positionen gehören gestärkt. (Fortsetzung)

Dr. Peter Kolba, Dr. Axel Friedrich

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Minister hinderte VW-Zahlungen an Kunden

| 17.05.2021 | Wirtschaft

Unglaublich aber wahr. Der deutsche Ex-Verkehrsminister Alexander Dobrindt verhinderte Ende 2015, dass VW rund 800.000 Autokäufern wegen zu niedrig angegebener CO2 Werte Zahlungen leistete, indem er die Selbstanzeige von VW abwies. Davon betroffen sind auch 24.000 österreichische Käufer der Marken VW (Polo, Golf, Passat, Beetle, Jetta, Caddy) Audi (Ai, A3, TT) Skoda (Oktavia, Superb, Yeti, Rapid) und Seat (Ibiza, Toledo, Leon, Ahambra). Dies geht aus bisher geheim gehaltenen Dokumenten hervor, die von der deutschen Umwelthilfe (DUH) nach 5 ½ Jahren erfolgreich „herausgeklagt“ und von Geschäftsführer Dr. Jürgen Resch und Technik-Doyen Dr. Axel Friedrich in einer Pressekonferenz präsentiert wurden. (Fortsetzung)

Dr. Jurgen Resch, GF DUH

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