Autor: lyn

Mag. Lydia Ninz, geboren in Südtirol, lebt in Wien. Die studierte Betriebswirtin (WU-Wien) und erfahrene Wirtschaftsredakteurin (APA, Der Standard) arbeitete neun Jahre als Presse-sprecherin und engagierte Interessens-vertreterin, bevor sie ins Top-Management wechselte und zur Vorsitzenden der Geschäftsführung bzw. zur Generalsekretärin  des Autofahrerclubs ARBÖ aufstieg. 2014 kehrt die leidenschaftliche Journalistin zu ihren journalistischen Wurzeln zurück.

VW setzt weiter auf Zeitschinden

| 09.05.2021 | Wirtschaft

Auch in Österreich setzt der VW Konzern alles daran, anhängige Gerichtsverfahren auf die lange Bank zu schieben, kritisiert Mag. Ulrike Wolf vom Verein für Konsumenteninformation (VKI)  nach der jüngsten Verhandlung einer VKI-Sammelklage gegen VW vor dem Handelsgericht in Wien. Ein „reines  Lippenbekenntnis“ war die Ankündigung des Konzerns nach dem wegweisenden Urteil des deutschen Bundesgerichtshofes (BGH), anhängige Gerichtsverfahren mit raschen Vergleichen zu beenden, fügt sie angesichts der jüngsten Entwicklungen in Österreich und Deutschland hinzu. (Fortsetzung)

Mag. Wolf_Ulrike, Fotocredit VKI

Please like & share:

Behörde ließ VW Käufer deppert sterben

| 28.04.2021 | Wirtschaft

Dieselkäufer wurden nicht nur von VW jahrzehntelang betrogen. Auch die zuständige Behörde und das Verkehrsministerium in Deutschland haben geschädigte VW-Kunden jahrelang deppert sterben lassen. Das Kraftfahrt-Bundesamt hat (KBA) hat tatenlos zugeschaut, wie VW Anwälte Öffentlichkeit und Gerichte mit falschen Argumenten zum Narren hielten, die von ihm widerlegt worden waren. Das beweisen geheim gehaltene Dokumente, die von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) nach 12 (!!) mühsamen Prozessen „herausgeklagt“ und jetzt veröffentlicht wurden. Erschütternd: den Beteiligten war von vornherein klar, dass die verordneten Software-Updates keine wesentliche Senkung des schädlichen Abgases (NOX) bringen werden und neuere VW Modelle haben auch wieder zwei verschiedene Betriebsmodi eingebaut. (Fortsetzung)

Dr. Remo Klinger, der für DUH geheime Akten herausklagte

Please like & share:

Abgasalarm bei Wohnmobilen

| 21.04.2021 | Wirtschaft

Bei den Wohnmobil-Fans in Österreich sind sie als „Untergestell“ sehr beliebt: der Fiat Ducato (130 Multijet Euro 6) und der VW T5 (2.0 TDI California Euro 5). Neue Messungen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) zeigen bei beiden Modellen eine alarmierende Überschreitung der Grenzwerte beim gesundheitsschädlichen Dieselabgas Stickoxid (NOX) um das bis zu 19-fache. Jürgen Resch, Geschäftsführer der DUH, fordert den deutschen Verkehrsminister dazu auf, endlich einen amtlichen Rückruf des T5 zu starten und Strafzahlungen gegen FiatChrysler in die Wege zu leiten. (Fortsetzung)

resch

 

Please like & share:

EU-Dieselurteil umsetzen!

| 14.04.2021 | Verkehr

Seit Dezember hat der Europäischen Gerichtshof (EuGH) sonnenklar geurteilt: Autos auf Europas Straßen haben die gesetzlichen Abgaswerte einzuhalten und dürfen keine Abschalteinrichtungen haben, die am Prüfstand systematisch die Abgaswerte schönen. Dennoch sind bis heute noch Millionen Diesel-Pkws mit illegal hohen Abgaswerten unterwegs, zeigen die jüngsten Messungen des Emissionskontrollinstitutes EKI der Deutschen Umwelthilfe (DUH).  „Wir erwarten, dass sich eine Behörde wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KDA) an europäisches Recht hält und diese Fahrzeuge in Ordnung bringt oder aus dem Verkehr zieht“, forderte Dr. Axel Friedrich, der technische Doyen in Sachen Abgasskandal und wissenschaftlicher Leiter des EKI.  DUH-Geschäftsführer Dr. Jürgen  warf dem deutschen Verkehrsminister Scheucher vor,  die schützende Hand über die Dieselkonzerne zu halten. (Fortsetzung)

Lydia Ninz und Dr. Axel Friedrich_Berlin_Dez. 2018

Please like & share:

Der ganz legale CO2 Bluff

| 23.01.2021 | Wirtschaft

Statt mit Milliarden-Strafzahlungen wegen zu hoher CO2 Werte wird der VW Konzern für das Jahr 2020 mit nur 128 Millionen Euro davon kommen. Das heißt nicht, dass die verkauften Neuwagen nun tatsächlich massiv weniger CO2 ausstoßen. Wie viele Autobauer hat VW nur alle Möglichkeiten genutzt, den eigenen CO2 Flottenverbrauch herunterzurechnen. Ein legaler Bluff, der leider nichts am tatsächlichen CO2 Ausstoß verändert. Bei einem erwarteten Gewinn von 10 Milliarden Euro (vor Sondereffekten) zahlt VW diese Strafgelder locker aus der Portokassa.(Fortsetzung)

CO2 Bluff

Please like & share:

Stadler: Anpatzen und Abputzen

| 19.01.2021 | Wirtschaft

Während betrogene Audi-Käufer vor Gericht ziehen und mühsam um Schadenersatz kämpfen, bleibt der ehemalige Vorstandsvorsitzende Rupert Stadler dabei, der Welt Märchen zu erzählen. Anpatzen und abputzen, wo es nur geht, lautet Rupert Stadlers Taktik, um seine eigenen Wohlstand zu retten.  (Fortsetzung)

Rupert Stadler, Ex-Audi-Chef, Foto: Christoph Stache

Please like & share:

VW: Kunden austricksen, Konzern retten

| 14.01.2021 | Wirtschaft

 Als Käuferin eines VW-Betrugsdiesels darf ich mich nun auch offiziell verarscht fühlen, genauso wie alle anderen 10 Millionen Kunden weltweit. Wie Klaus Ott von der Süddeutschen Zeitung (SZ) nun exklusiv aufdeckte, legte es VW nach Auffliegen des Dieselskandals bewusst darauf an, seinen Kunden möglichst keinen Schadenersatz zahlen zu müssen. Daher sorgte die VW-Spitze dafür, dass über seine wahrscheinlich kriminellen Machenschaften möglichst nichts nach außen dringt und die Ansprüche auf Schadenersatz verjähren. Kunden bleibt sohin nichts anderes übrig, als VW zu klagen, wo das noch geht (www.klagen-ohne-risiko.at). (Fortsetzung)

VW Abgasskandal

Please like & share:

VW Vergleich mit Republik: Pfui!

| 06.01.2021 | Wirtschaft

Vor einem Jahr geisterte durch die Medien, dass die Republik Österreich mit VW einen außergerichtlichen Vergleich für manipulierte Polizeiautos abgeschlossen hatte. Zwei Millionen Euro soll der Staat für rund 2.500  manipulierte Autos bekommen haben, die vom Innenministerium, Lebensministerium und vom Verkehrsministerium genutzt worden sind, hieß es damals. In Wirklichkeit gab sich die Finanzprokuratur mit mickrigen 600 Euro pro Fahrzeug zufrieden. Lesen Sie, wie es dazu kam und um wieviel besser andere VW-Geschädigte in den USA und Deutschland bisher ausgestiegen sind. (Fortsetzung)

Kompakt SUV: Tiguan

Please like & share:

2021: Chancen für alte und neue Klagen

| 30.12.2020 | Wirtschaft

Mit einer neuen Klaglawine rechnet der Verbraucherschutzverein (VSV) im kommenden Jahr und ist bereit, Geschädigten auf allen Ebenen zu helfen (www.klagen-ohne-risiko.at). „Wer betrogen hat, soll nicht belohnt werden“, sagt VSV-Obmann Dr. Peter Kolba. Klagen gegen Daimler-Mercedes, Opel, BMV, Fiat und Renault sind ebenso zu erwarten wie neue Klagen gegen neuere VW  Modelle. 2021 wird VW endlich auch in Österreich Vergleichszahlungen leisten, ein Jahre später als in Deutschland. Wer hat die größten Chancen und warum? (Fortsetzung)

Peter Kolba, Obmann VSV

Please like & share:

EuGH-Urteil: Klagen tut not!

| 28.12.2020 | Wirtschaft

Das wegweisende Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) gibt Dieselklägern neue Trümpfe in die Hand: nicht nur gegen den VW Konzern und seinen Marken VW, Audi, Skoda, Seat, Porsche, sondern gegen Autobauer wie Daimler-Mercedes, Fiat, BMW, Renault und Opel, die Autos mit Abschalteinrichtungen verkauft haben. Ausspielen kann man die neuen Trumpfkarten aber nur, wenn man noch im Spiel ist, also seine Ansprüche nicht verjährt sind. Gewinnen kann nur, wer die Konzerne geklagt hat oder noch klagen wird. Wer nichts tut, geht leer aus. Verbraucherschutzorganisationen wie der Verbraucherschutzverein (VSV) helfen dabei, mit oder ohne Rechtsschutzversicherung zu klagen, risiko- und kostenlos (www.klagen-ohne-risiko.at) (Fortsetzung)

Dr. Alexander Klauser, Dr. Peter Kolba, Mag. Lydia Ninz

Please like & share:

Neuere Artikel »