Yes, we can..

| 23.01.2015 | Wirtschaft

Die Frage stellt sich, weil auf Autobahntankstellen Sprit noch immer bis zu 30 Cent mehr kostet als sonst. Und weil die Spritpreise in den Städten, Dörfern und Gemeinden fröhlich auseinanderklaffen und lässige Preisdifferenzen von 10 bis 15 Cent auf engsten Raum eine Realität sind.

Die Frage der Fairness ist leicht zu beantworten. Zumindest bei uns in der Alpenrepublik sind wir in der glücklichen Lage, ohne viel Mühe prüfen zu können, ob die Mineralölwirtschaft die auf den Großmärkten stattgefundenen rasanten Preissenkungen fair an die kleinen Verbraucher weitergegeben haben oder nicht.

Wieso? Seit Jahren muss in Österreich jede Tankstelle jede einzelne Preisänderung sofort an die Austria Control melden. Diese hängt sie ins Netz (www. spritpreis.at) und speichert sie ab. Das haben Arbeiterkammer und Autofahrerclubs bei Wirtschaftsminister Mitterlehner durchgesetzt. Die Wettbewerbsbehörde kann auf diese Zahlen der E-Control zugreifen und hat damit ein hervorragendes Werkzeug in der Hand

Das Schöne dabei: Die Wettbewerbsbehörde braucht dabei gar nicht den  einzelnen Tankstellen auf die Finger zu schauen, sondern pauschal der ganzen Branche. Alsdann: Man nehme die Entwicklung der Preise in ganz Österreich (die kumulierten Werte) und vergleiche sie mit der Entwicklung der Großhandelspreise auf internationalen Märkten (Rotterdam), wobei natürlich Steuer- und Währungseffekte (Euro/Dollar/kurs) herauszurechnen sind. Und schon lässt sich objektiv feststellen, ob die Verbraucher hierzulande fair behandelt wurden oder nicht.

So eine tolle Ausgangsposition haben nicht viele Länder in Europa. Für uns in Österreich aber gilt: „Yes, we can ..“ Komisch nur, warum es trotzdem nicht passiert.

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