Noch kein Zug zum Steuer-Tor

| 13.11.2014 | Wirtschaft

Zeitschinden: Warum mit der überfälligen Entlastung der Steuerzahler zuwarten? Sie hinausschieben auf dem Rücken aller,  die seit der letzten Steuerreform 2009  brav und automatisch immer mehr Steuern und Abgaben zahlen mussten? Ihnen ist von den jährlichen Gehalts- und Pensionserhöhungen praktisch nichts übrig geblieben, weil sich der Staat gleich wieder einen Teil davon einverleibt hat. Pointiert gesagt: die Steuerzahler finanzieren sich einen Teil der Steuersenkung ohnehin selber!

Austricksen:  Was soll jetzt das Gerede um Extrazuckerln für die Wirtschaft und Familien? Von einer Senkung des Eingangssteuersatzes auf 25 % profitieren nicht „nur“ Arbeiter, Angestellte und Pensionisten. Sondern auch “die  Wirtschaft”, sprich die Selbstständigen, Gewerbetreibenden und Unternehmer. Fakt ist: Werden die ersten 14.000 Euro niedriger besteuert, zieht sich das durch alle anderen Steuerungsstufen hindurch. Selbst Direktoren und gut bezahlte Manager würden dadurch  1.060 Euro mehr Netto im Jahr gewinnen. Wenn also Mamma Managerin oder Papa Gewerbetreibender mehr Geld bleibt, kommt das natürlich ihren Familien zugute.

Schäbige Fauls: Die Angst vor strengen EU-Sanktionen wird ins Treffen geführt, wenn von der Gegenfinanzierung gesprochen wird. Hat jemand bei der sog. „Notverstaatlichung“ der Hypo Kärnten oder bei den Garantien für die Kommunalkredit jemals an Gegenfinanzierung gedacht, bevor der Staat dafür in die Pflicht genommen wurde?

Die Zeit drängt. Die Menschen sind verunsichert, an den Schalthebeln der Firmen ebenso wie die kleinen Leute auf der Straße. Unternehmen schmeißen Leute hinaus und schubladisieren Zukunftsprojekte.  Auch der Staat klemmt. Wenn alle gleichzeitig auf die Bremse steigen, steht alles still.

Also ran an das  Steuer-Tor: Senkt im ersten Schritt den Eingangssteuersatz auf 25 % und gebt den Kleinstverdienern und Mindestpensionisten die gezahlten Sozialversicherungsabgaben in Form der Negativsteuer teilweise zurück. Das tut der Konjunktur gut und hellt die düstere Novemberstimmung auf.

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