Bären beim Überqueren

| 27.06.2014 | Reise

Es sind echte Szenen, eingefangen im grandiosen Yellowstone-Park in den USA. Sobald die Straße links und rechts mit Autos gerammelt voll zugeparkt ist, wissen alle: Hier gibt es etwas zu sehen, hier bleiben wir stehen. Wer beim Aussteigen nichts als Kameras, Videos und Weitsichtgeräte sieht, ist sich sicher: Hier sind die Bären los.

In diesem Fall bewegt sich eine Grizzly-Bärin friedlich im Gras, keine 50 Meter von der Straße entfernt. Plötzlich gibt es Bewegung. Sie ist nicht allein! Drei putzige Bären-Jungen folgen ihr, hüpfen im Gras, machen Männchen!  O wie süß!

Als sich Mama Bär anschickt, die  Strasse zu überqueren, macht sie es wie fürsorgliche Menschen-Eltern: Sie checkt sorgfältig das Terrain, dreht sich um, schaut umher. Nur unter den zuschauenden Menschen bricht totale Hektik aus: sie rennen mit ihren Kameras, Videogeräten, Smartphons oder Weitsichtgeräten um den besten Stand-Platz.

Je näher die Bärin kommt, desto ruhiger wird es. Nun wirft sich die Bärin in Pose, flankiert von ihren entzückenden Kleinen, die alle gleichzeitig Männchen machen. Jetzt  gibt es kein Halten mehr: Ein Blitz- und Kameragewitter bricht herein – wie im Finalspiel einer Fußball-Weltmeisterschaft. Es ist ein schaurig-schönes Gefühl, so face-to-face mit diesen  imponsanten Geschöpfen.

Die Warnschreie der Ranger gehen völlig unter, die mit Blaulicht dahergedüst sind. Sie warnen eindringlich, genügend Abstand zu den Tieren wahren. Die Grizzly-Bärin ist und bleibt ein wildes Tier, noch dazu, wenn sie ihre putzigen Kleinen verteidigt!

Jetzt zeigt das mächtige Muttertier der versammelten Menschen-Meute, was sie an Bärenkräften drauf hat: Sie legt los – mit einem Katapult-Start wie Usain Bolt. So schnell hechtet sie über die Straße, dass ihr keine Kamera mehr folgen kann. Auch die Kleinen schaffen es, mit dem Affentempo ihrer Mamma mitzuhalten.

Drüben traben die Vier friedlich davon. Und zeigen den Menschen ihre entzückenden Rücken.

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Alle Kommentare:

  • Julia Kasper

    27.06.2014 | 22:51 Uhr

    So süß wie die Kleinen hinter der Mama hinterher “hoppsen” und sich immer wieder aufrichten um noch etwas zu sehen… da kann man fast gar nicht glauben wie gefährlich die einem jetzt schon werden könnten…

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  • Elli Radinger

    27.08.2014 | 8:02 Uhr

    Ich erforsche seit fast 20 Jahren die Wölfe im Yellowstone-Park und erlebe immer wieder solche Situationen. Es erstaunt mich jedes Mal, wie tolerant die Wildtiere den Menschen gegenüber sind, obwohl diese sich meist extrem rücksichtslos verhalten.
    Glückwunsch zum Erlebnis!

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