Ärger mit gemieteten Navis

| 20.06.2014 | Reise

Diese Vorsicht kommt nicht von ungefähr. Schließlich haben die mobilen Navis in zwei von fünf gemieteten Autos gestreikt. Das eine hatte eine kaputte Kabelverbindung und lud sich auch während der Fahrt nicht auf. Das dieses leidet unter plötzlichen Ausfällen. In beiden Fällen war es aus praktischen Gründen einfach nicht möglich, die defekten Geräte kurzerhand auszutauschen.  Denn diese Fehler tauchen in den seltensten Fällen  sofort bei der Übergabe der Autos auf. Und wer unterbricht oder ändert die geplante Reiseroute oder opfert kostbare Reisestunden nur, um das Ding zu wechseln?

Viel Ärger mit mobilen Navis gibt es auch, wenn sie funktionstüchtig sind. Da sie niemals Alternativwege vorschlagen, sind sie völlig unbrauchbar, wenn man statt des Highways 101 einfach die Küstenstraße entlang gondeln möchte. Völlig unbrauchbar ist natürlich übertrieben, denn man kann das Gerät austricksen, indem man zunächst einen Ort an der Küstenstraße angibt und nicht das Endziel. Doch wie heißen die Orte an der Küste? Pech, wenn der “Lonley Planet” grad für diesen Abschnitt keine kleinräumige Landkarte bietet. Dann bleibt nur eins: Her mit der guten alten Landkarte, die an fast jeder Tankstelle zu haben ist: So richtig aus Papier. Eine, die beim Ausbreiten gleich ein Viertel des Fahrzeugs okkupiert! Ganz wie in navi-losen Zeiten.

Die bei internationalen Autovermietungen wie Hertz, National, Alamo üblichen Miet-Navis der Marke Garmin haben ihre Eigenheiten: Man muss die Adresse stets genau eingeben, also Hausnummer, Straßennamen und Stadt. Wehe, man checkt nicht, dass das gesuchte Hotel nicht in der Stadt “Jackson Hole” ist, sondern bereits zur Nachbarstadt „Teton Village“ gehört ! Wie soll  ein Fremder solche Feinheiten wissen? Naja, zum Glück gibt es nette Leute, die man fragen kann, ganz wie zur Studentenzeit in Griechenland…

Unpraktisch ist auch, dass manche dieser Navis oft nur die Distanz bis zur nächsten Abbiegung anzeigen und nicht bis zum Endziel. Mit etwas Glück kann man die restliche Strecke durch die Angabe der Ziel-Ankunftszeit erahnen. Gut gemeint, aber oft irritierend sind die Fotos von Autobahnausfahrten, die solche Navis kurz davor einblenden. Irritierend dann, wenn Foto und Wirklichkeit nicht (mehr) übereinstimmen.

Nicht nur in solchen Fällen, sondern generell, bewährt sich ein Beifahrer oder eine Beifahrerin, die seine/ihre ganze Aufmerksamkeit darauf konzentrieren, Navi, Straßenschilder, ausgedruckte Route und Karten im Auge zu behalten und den nächsten Schritt frühzeitig ansagt.

Da man für ein mobiles Navi  extra zahlen muss sollte man sich ganz genau überlegen, ob man es überhaupt braucht.

Tipps für Alternativen:

*Handy-Apps

*Ausgedruckte Routenplaner

* Gute alte Landkarten

 

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Alle Kommentare:

  • Brigitta Bernart-Skarek

    04.07.2014 | 23:06 Uhr

    Danke für diesen Beitrag. Wir fahren gerade von Österreich über die Schweiz kommend durch Frankreich, im Speziellen durchs Loiretal. Die Aussprache der französischen Orte und Strassen des Navi ist derartig schlecht, dass man vor Lachen aufpassen muss den Weg nicht zu verlieren.

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  • Tom Woitsch

    18.07.2014 | 10:39 Uhr

    Papier schlägt einfach jeden Monitor – ein Monitor fällt aus, der Druck auf dem Papier verschwindet aber nicht… :) Kann mich an meinen Lancia Delta erinnern – ein geniales Auto für warme Temperaturen – ging die Temperatur unter null, funktionierte nichts mehr ;) der Navi-Screen zeigte anstatt der Route ein Fischgrätenmuster…

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