Dieselautos dreckiger als angenommen

| 08.10.2019 | und Sonstiges

Alle Diesel-Pkw der Abgasklasse 5 zusammen (zugelassen zwischen 2011 und 2015) stoßen in Österreich im Schnitt 881 Milligramm pro Kilometer (mg/km) Stickoxid aus. „Das ist fast fünfmal mehr als die gesetzlich erlaubten 180 mg/km! Bisher ging man offiziell von „nur“ 846 mg/km aus“, unterstreicht der VSV die Dramatik.

Das betrifft nicht nur die Schummel-Diesel des VW-Konzerns (VW, Seat, Skoda, Audi, Porsche), sondern alle Diesel-Pkw zusammengezählt, auch anderer Hersteller wie Mercedes, Opel, BMW, Renault oder Ford, die ebenfalls viel zu viel Abgas ausstoßen.

Allein dadurch, dass diese Euro 5 Diesel-Pkw den gesetzlichen Grenzwert bei weitem nicht einhalten, werden in Österreich knapp 8.000 Tonnen Stickoxid zusätzlich in die Luft geschleudert. Kolba: „Und das Jahr für Jahr!Das ist schon sehr viel, wenn man bedenkt, dass  in Österreich pro Jahr insgesamt 131.500 Tonnen Stickoxidemissionen in die Luft geschleudert werden.“

Äußerst bedenklich ist: Der Rückruf der VW-Schummelautos und das dabei aufgespielte Software-Update hat zur Senkung des Abgases wenig beigetragen. Denn die bisher durchgeführten Software-Updates sind bei den 881 Milligramm pro Kilometer laut Auskunft des Umweltbundesamtes schon inbegriffen. Dass Software-Updates wenig bis nichts bringen, haben schon die umfangreichen Straßentests der Deutschen Umwelthilfe (DUH) bewiesen, die vor und nach dem Rückruf vom deutschen Technik-Doyen Dr. Axel Friedrich durchgeführt worden sind. Einige Autos haben danach sogar noch mehr Abgas in die Luft geblasen.

„Noch schlimmer ist, dass selbst die neueren Diesel-Pkw der Abgasklasse Euro 6 (zwischen 2016 und September 2019 zugelassen) im Schnitt 595 mg/km Abgas ausstoßen!“, ergänzt Kolba. Das ist viel mehr als bisher angenommen (454 mg/km) und acht Mal mehr als der Grenzwert, der in dieser Kategorie 80 mg/g ausmacht!

„Die Verantwortlichen für dieses Desaster müssen zur Rechenschaft gezogen und zu einer raschen Reparatur gezwungen werden. Die Autokäufer dürfen nicht die Dummen sein. Dafür kämpfen wir vom VSV“.  Erste Schritte wurden schon gemacht: 1.100 VW-Geschädigte machen mit Hilfe des VSV beim Mammutverfahren gegen VW mit,

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