Zu guter Letzt in Tel Aviv

| 29.05.2014 | Reise

Das Leben ist ständig in Bewegung. Am besten zu beobachten am Strand. Zwischen Jogger und Geher mischen sich neuerdings immer mehr Radlerinnen und Radler.  Mit einer Kreditkarte ist es sogar für Fremde kinderleicht, sich ein Bike  auszuborgen. So radelnd gelangen wir bequem nach Jaffa und können dort den Ursprung der zweitgrößten Stadt Israels zu erkunden.

Fitness ist hier  groß geschrieben. Ob Frau, ob Mann, ob klein, ob groß, ob alt oder jung, alle tummeln sich auf kleinen Freiluft-Sportoasen,  die eigens fürs Krafttraining am Strand eingerichtet wurden.  Hier werden die Körperteile nur so geschwungen und  gewuchtet. Es wird gestrampelt, gedehnt und trainiert. Der Weg zum Luxuskörper ist halt hart.

Und gesäumt von Verführern: Dicht an dicht reihen sich Bars und Restaurants, die rund um die Uhr geöffnet sind, zum Beispiel das Lalaland am Gordon Beach. Auffallend ist: In den Lokalen sitzen stets Generationen zusammen, Mütter, Väter, Kinder, Enkel, Opas, Omas, Urenkel. Ein Stimmengewirr lässt internationales Flair aufkommen, ist beinah babylonisch. Palavert wird auf englisch, italienisch, russisch, jüdisch. Hier müsste sich auch ein polyglotter Papst eigentlich wohl fühlen.

Jeden Sonntag,  vormittags um 11 Uhr geht seit Jahren ein besonderes Schauspiel über die Bühne. Vor dem Renaissance Hotel sammeln sich Profi- und Hobbytänzer und schwingen das Tanzbein. Bis 16 Uhr, jeder kann mitmachen. Der Tel Aviver Tanzboden vibriert vor Lebenslust. Die Lieder sind ein Gemisch diverser Folkloren. Und: Tanzen kennt keine Altersgrenzen!

Mindestens einen Tag sollte man sich das  Strandleben in Tel Aviv gönnen, mit einem ausgedehnten Spaziergang oder Radeltour nach Jaffa oder zum überdachten Karmel-Markt mit seinen berauschenden Aromen, Gewürzen, Früchten und köstlichem Essen. Oder einen Ausflug ins Künstlerviertel Neve Tzedek. Angesteckt von der Lebenslust der Stadt ist man besser gewappnet für den Besuch von Gedenkstätten, die an düstere Zeiten erinnen. Das Diasporamuseum in der Tel Aviver Universität zum Beispiel. Oder die Unabhängigkeitshalle.

Zu den Tel-Aviv-Fotos von Helmut Kasper

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