VW Skandal: Alarm aus Italien

| 09.07.2016 | Wirtschaft

Der getestete Q5 wies – noch mit der Schummel-Sofware – auf dem Prüfstand Stickoxid-Emissionen (NOX) von 129 mg/km auf. Nach dem Entfernen der Schummel-Software waren es 225,5 mg/km. Das ist eine Verschlechterung um 75 % und liegt um 45,5 mg über dem für EURO 5 Fahrzeuge erlaubten Grenzwert von 180 mg/km.

„Audi hat diese markante Änderung vor dem Update nicht nur verschwiegen, sondern hat auch noch versichert, dass alle Parameter in Ordnung seien. Die VW Gruppe hat Konsumenten, Öffentlichkeit und Behörden betrogen und tut dies weiterhin“, fasst ein Vertreter von Altroconsumo in einem Video zusammen.

Altroconsumo fordert den italienischen Transportminister und das deutsche Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) dazu auf, die technische Lösung von Audi neuerlich zu überprüfen. Altroconsumo hat VW in Venedig angezeigt und sammelt betroffenen Verbraucher mit dem Ziel, 15 % des Kaufpreises zurückerstattet zu bekommen.

Interessant ist auch das Ergebnis auf der Straße: da haben sich die NOX-Werte laut Altroconsumo nach dem Update nicht geändert. Damit stehen die italienischen Testergebnisse im Gegensatz zu den Testergebnissen von ÖAMTC und seinen Partnern, die markante Verbesserungen bei den NOX-Emissionen auf der Straße festgestellt haben.

Ich bleibe dabei: Bevor ich mein Auto am Dienstag in der Früh zum Update gebe, will ich von VW genau wissen, wie sich wichtige Werte (NOX-Emissionen, Verbrauch, CO2 Verbrauch, Motorleistung) dadurch ändern, und zwar auf dem Prüfstand und auf der Straße. Diese Daten gibt es ja. Sie waren  schließlich die Voraussetzung für die Freigabe durch das KBA.

Bis jetzt hat die Porsche GmbH mich noch nicht informiert. Und ein Mitarbeiter meines Autohändlers hat sich – nach telefonischer Urgenz am vergangenen Freitag – außerstande erklärt, mir die gewünschten Informationen zu liefern. Sie selber würden diese Daten auch nicht kennen, nur die Porsche Holding.

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