VW: Wifo will Kontrolle

| 11.01.2016 | Verkehr

 

Dass VW die manipulierten Fahrzeuge lediglich reparieren will, ist dem Wifo-Chef grundsätzlich ein Dorn im Auge. Statt halbherzige Verbesserungen sollte es echte innovative Lösungen geben, wobei Europa bei alternativen Antrieben wieder eine Vorreiter-Rolle einnehmen solle. „Nur wer die Nase vorn hat, hat auch ökonomische Vorteile“, ist Aiginger überzeugt.

Als Beispiel für eine im Endeffekt unwirtschaftliche Lösung  nannte der Wifo-Chef das Rauchverbot in Österreich. Das nur halbherzig verhängte Rauchverbot hat zu kostspieligen Zwischenlösungen mit Trennwänden aus Glas geführt, die künftig gegen teures Geld wieder abgebaut  werden müssen.

Die ökologische Frage ist „der“ Wachstumstreiber in Europa, argumentierte Aiginger.  Bei Energieeffizienz und ökologischen Innovationen müsse Europa künftig die Rolle eines „first mover“  einnehmen, genauso wie die  „pole position“ bei sozialen Neuerungen. Das sieht die Strategie für „Europa 2050“ vor, die das Wifo gemeinsam mit 32 anderen Institutionen gerade austüftelt und die am 25. Februar 2016 der Öffentlichkeit präsentiert werden soll.

Zufall oder nicht. Während der Wifo-Chef in Wien im gut besuchten Klub der Wirtschaftspublizisten eine Lanze für echte Alternativen brach, kam aus den USA die Meldung, VW habe in den letzten Monaten eine neue technische Lösung für NOX-manipulierte Fahrzeuge entwickelt. Falls die amerikanische Umweltbehörde diese Lösung akzeptiert, könne sich VW den teuren Rückkauf von Fahrzeugen ersparen.

Was gut ist für Amerika, ist mindestens ebenso so gut für uns in Europa!

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